30 Jahre Martincitos

Auch in Tübingen wurde der 30. Geburtstag der Martincitos mit Sekt und Selters, Kaffee, Tee und Kirschtorte gefeiert. Und dazu tauchte auch noch ein Überraschungsgast aus Peru im Wohnzimmer von Barbara Busch auf.

Im Oktober 1987 gründeten niedergelassene Flüchtlinge in Villa El Salvador ein Seniorenzentrum zur Wahrung der grundlegenden existentiellen Bedürfnisse alter Menschen. Genau 30 Jahre später, am 27. Oktober 2017, wurde dieser Akt der Selbsthilfe bei den Martincitos – so genannt nach der katholischen Kirchengemeinde Sankt Martin, welche die Trägerschaft für den Altentreff übernommen hat – groß gefeiert. Aber nicht nur dort, sondern auch in Tübingen wurde zeitgleich auf den 30. Geburtstag der Martincitos in fröhlicher Runde angestoßen.

Dazu hatte Barbara Busch ein Dutzend Freundinnen und Freunde, die mit ihr im “Hirsch” die partnerschaftlichen Beziehungen zu den Martincitos pflegen, in ihr Wohnzimmer eingeladen. Obwohl kurzfristig organisiert, ließ es Barbara an nichts fehlen, was zu einem opulenten Geburtstagsfest gehört: Sekt und Selters, Kaffee und Tee, dazu eine riesige Schwarzwälder Geburtstagskirschtorte und ein liebevoll gestalteter Jubiläumstisch.

Für das Geburstagsständchen sorgten spontan die Gäste, zu denen sich im Laufe des Nachmittags auch noch zwei herzlich begrüßte Überraschungsgäste gesellten: Richard Bulnes Nuflo, ein Lehrer an der Partnerschule Schule Fe y Alegria, der in diesem Herbst auf Deutschland-Tour war, reihte sich – begleitet vom früheren Weltwärts-Freiwilligen Daniel Wais – völlig unerwartet in die fröhliche Geburtstagsgesellschaft ein. Nur wenige Tage vor seinem Heimflug nach Lima kam er wie gerufen: Er bekam ein ansehnliches Paket mit Briefen und Geschenken sowie ein Glückwunsch-Video mit auf den Weg zu den Martincitos in Villa El Salvador.

 

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Am 11. Mai 1971 haben 2300 arme Familien ihr notdürftiges Hüttendorf im Süden von Lima zur Stadt ernannt. Daraus wurde in 50 Jahren eine Großstadt mit über 500.000 Einwohnern. Ein fröhlich ausgelassenes Geburtstagsfest gibt es heute aber nicht. Wenn trotz der Corona-Pandemie gefeiert wird, dann vor allem in den sozialen Medien.

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Endlich wieder da: Spätzle & Quinoa

Die ersten 1000 Exemplare gingen schneller weg, als es sich die Kochgruppe im “Hirsch” erträumt hatte. Jetzt gibt es ihr “solidarisches Kochbuch” wieder – bunt, kreativ, informativ und druckfrisch in dritter Auflage.