Zuflucht für traumatisierte Kinder

Casa Hogar
Ihren Chefposten im Colegio Fe y Alegría hat Hermana Inés vor einigen Jahren altershalber abgegeben: Jetzt dürfen sich die Kinder in der Casa Hogar über Inés’ Freude am Umgang mit Kindern freuen.

Ein guter Ort für einen Neustart ins junge Leben

Pommes mit Mayo – offenbar ein Festessen für diese Jungs.

Schon lange hatte Hermana Inés, die Schulleiterin von Fe y Allegría die Idee gehabt, ein Haus für Kinder zu gründen, die Gewalt oder Missbrauch erfahren haben oder aus anderen Gründen in schwierigsten Verhältnissen leben – zum Beispiel allein auf der Straße oder mit Müttern, die ungewollt schwanger wurden und selbst noch halbe Kinder sind. Sie wollte, dass diese Kinder in einer sicheren, familienartigen Struktur wieder Fuß fassen, einen Schulabschluss erreichen und möglichst unbeschwert Gemeinschaft, Spiel und Spaß erleben können.

Wie bei so vielen Hilfsprojekten, die Hermana Inés angepackt hat, gelang es ihr auch in diesem Fall, genügend kirchliche und andere Sponsoren zu finden, um ihren Plan zu verwirklichen. Seit 2014 steht das Haus – die Casa Hogar, die allein schon mit ihrem spanischen Namen von Wärme, Wohnlichkeit und Sicherheit kündet. All das meint Hogar: Obdach, Herdfeuer, Heimstätte –  ein Zuhause. Zur Zeit leben rund 20 Kinder – Jungen und Mädchen im Alter von vier bis neun Jahren – in der Casa Hogar.

Und immer ist jemand da zum Basteln und Spielen …

Eingewiesen wurden die Kinder vom Jugendamt oder per Gerichtsbeschluss. In der Casa werden sie betreut von Schwestern der Gemeinschaft Corazón de Jesús, unterstützt werden sie von einer Sozialarbeiterin, drei Erzieherinnen und Freiwilligen aus aller Herren Länder. Dazu kommt regelmäßig eine Psychologin ins Haus, um den traumatisierten Kindern zu helfen. Dafür braucht die Casa Hogar regelmäßig Spenden. Zur Schule gehen die Kinder in das Colegio Fe y Alegría 17, wo sie bis zum mittleren Schulabschluss kommen können.

Ute Leube-Dürr

Von kirchlichen und anderen Sponsoren finanziert: die Casa Hogar in Villa El Salvador.

Meldungen

Villa wird heute 50 Jahre alt

Am 11. Mai 1971 haben 2300 arme Familien ihr notdürftiges Hüttendorf im Süden von Lima zur Stadt ernannt. Daraus wurde in 50 Jahren eine Großstadt mit über 500.000 Einwohnern. Ein fröhlich ausgelassenes Geburtstagsfest gibt es heute aber nicht. Wenn trotz der Corona-Pandemie gefeiert wird, dann vor allem in den sozialen Medien.

Zoom into Villa El Salvador

Im Rahmen seiner digitalen Reihe “Zoom into …” erkundigte sich das städtische Kulturamt zuletzt nach der aktuellen Lage in Tübingens peruanischer Partnerstadt Villa El Salvador. Wer den Termin verpasst hat, kann das aufgezeichnete Video-Gespräch jetzt nachhören.

Ein herzliches Dankeschön

Wir hatten uns schon einiges erhofft für unsere notleidenden Partnerprojekte in Villa El Salvador, aber mit solcher Hilfsbereitschaft hatte niemand gerechnet: Dank der enormen Spendenbereitschaft konnten wir im Corona-Jahr 2020 über 50.000 Euro nach Villa überweisen.

Gleich zwei Mal im Fokus

Unsere Beziehungen zu Villa El Salvador sind dieser Tage gleich zwei Mal in den Fokus der Freiburger “Infostelle Peru” geraten – mit der “Geschichte einer langen Freundschaft” und mit dem Buchprojekt “Spätzle trifft Quinoa”.

Impfstoff aus China

Früher als erwartet, traf am 7. Februar eine erste Ladung Covid-Imstoff in Peru ein. Die 300.000 Dosen aus China sollen zunächst das medizinische Personal in den Krankenhäusern vor dem Virus schützen.

Endlich wieder da: Spätzle & Quinoa

Die ersten 1000 Exemplare gingen schneller weg, als es sich die Kochgruppe im “Hirsch” erträumt hatte. Jetzt gibt es ihr “solidarisches Kochbuch” wieder – bunt, kreativ, informativ und druckfrisch in dritter Auflage.