Gleich zwei Mal im Fokus

„Eine peruanische Wüstenstadt und ein schwäbisches Universitätsstädtchen – kann das gutgehen?“ Dieser Frage ging Nani Schwenninger für die Infostelle Perú nach.

Die in Freiburg ansässige Informationsstelle Peru e.V. gehört bundesweit zu den wichtigsten Infobörsen für Leute, die sich für das Andenland interessieren – für dessen grundlegende wirtschaftlichen und sozialen Strukturen ebenso wie für die aktuellen Konflikte und politischen Verwerfungen. Der Verein wurde 1990 von einem Großteil der in Gleich zwei Mal im FokusDeutschland aktiven Peru-Gruppen als „Netzwerk der Solidarität“ gegründet, das laut Satzung fast wortgleich die selben Ziele verfolgt wie die Tübinger Peru-Gemeinde. Unter anderen hat es sich die Infostelle auch zur Aufgabe gemacht, „die dezentralen Strukturen der Peru-Solidaritätsarbeit zu stärken und zu bündeln“. Dazu werden immer mal wieder erfolgreiche lokale Projekte ins Rampenlicht gerückt – zur Zeit gleich zwei aus Tübingen.

Zum einen widmet sich Nani Schwenninger – auf Einladung der Infostelle – dem Thema: „Peruanische Wüstenstadt und schwäbisches Universitätsstädtchen: Kann das gutgehen?“ In einem Jahr, in dem Villa El Salvdor sein 50-jähriges Bestehen (wegen Corona wohl nicht) feiert, darf man da schon ein bisschen ausholen. Und wer könnte das kundiger als Nani, unsere frühere Vorsitzende und jetzige „Botschafterin“ in Lima, die – an der Seite von Walter Schwenninger – die Entwicklung dieser Partnerschaft von Anfang an miterlebt und mitgestaltet hat! Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage lautet übrigens: „Und ob!“

Reisewarnungen, Kontakt- und Ausgangssperren: Die Corona-Pandemie stellte die praktische Solidarität mit Peru vor neue Herausforderungen – so auch das Kochteam im „Hirsch“, das seit 2013 mit seinem „Solidaressen“ Spenden für die Tagesstätte „Los Martincitos“ einwarb. Was nun – was tun? Die bedürftigen Alten in Villa waren mehr denn je auf Hilfe angewiesen. Aus dieser Not wurde eine glänzende Idee geboren: Wer selber nicht darf, muss eben andere kochen lassen – am besten mit professioneller Anleitung. Also schrieben die Ehrenamtlichen um Irmgard Lersch ein „solidarisches Kochbuch“ mit dem beziehungsreichen Titel „Spätzle trifft Quinoa“. Das Buch wurde zu einer Erfolgsgeschichte  – und die gefiel dem ehemaligen Peru-Freiwilligen Jan Doria, der im Herbst 2020 als Praktikant bei der Pressestelle im Tübinger Rathaus mitarbeitete, so gut, dass er sie der Freiburger Infostelle anbot – mit der Überschrift: Das Buch ist voll eingeschlagen.                     Sepp Wais

Meldungen

Zoom-Konferenz mit Villa El Salvador

Das Tübinger Kulturamt lädt am Dienstag, 20. April, um 18 Uhr zu einem öffentlichen Zoom-Gespräch mit Nani Schwenninger und Mélany Panta in Villa El Salvador ein. Ganz oben auf der Themenliste stehen die aktuellen Präsidentschaftswahlen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Ein herzliches Dankeschön

Wir hatten uns schon einiges erhofft für unsere notleidenden Partnerprojekte in Villa El Salvador, aber mit solcher Hilfsbereitschaft hatte niemand gerechnet: Dank der enormen Spendenbereitschaft konnten wir im Corona-Jahr über 50.000 Euro nach Villa überweisen.

Gleich zwei Mal im Fokus

Unsere Beziehungen zu Villa El Salvador sind dieser Tage gleich zwei Mal in den Fokus der Freiburger „Infostelle Peru“ geraten – mit der „Geschichte einer langen Freundschaft“ und mit dem Buchprojekt „Spätzle trifft Quinoa“.

Impfstoff aus China

Früher als erwartet, traf am 7. Februar eine erste Ladung Covid-Imstoff in Peru ein. Die 300.000 Dosen aus China sollen zunächst das medizinische Personal in den Krankenhäusern vor dem Virus schützen.

Endlich wieder da: Spätzle & Quinoa

Die ersten 1000 Exemplare gingen schneller weg, als es sich die Kochgruppe im „Hirsch“ erträumt hatte. Jetzt gibt es ihr „solidarisches Kochbuch“ wieder – bunt, kreativ, informativ und druckfrisch in dritter Auflage.