Venezuela – Das Scheitern des bolivarischen Prozesses

Venezuela – Das Scheitern des bolivarischen Prozesses
Ist mit seinem “bolivarischen Prozess” gescheitert: Nach der 14-jährigen Regierungszeit von Hugo Chávez ging es den meisten Menschen in Venezuela schlechter als zuvor.

Als der Offizier Hugo Chavez 1998 in Venezuela als Sieger aus den Parlamentswahlen hervorging, hatte dieses Land seit mehr als zwei Jahrzehnten ein zunehmend instabiles und durch Korruption und Klientelwirtschaft deligitimiertes politisches System erlebt, das überdies durch die einseitige Abhängigkeit von den sinkenden Erträgen seiner Erdölvorkommen in eine schwere wirtschaftlich Krise geraten war. Im ersten Jahrzehnt der Amtszeit von Hugo Chavez fand in Venezuela durch die Einführung partizipativer Elemente und der Stärkung demokratischer Prozesse ein tiefgreifender politischer Wandel statt. Von steigenden Ölpreisen begünstigt, konnte die Regierung durch Investitionen im öffentlichen , sozialen und kulturellen Sektor die Lebensbedingungen der Bevölkerung, besonders deren seither armer und benachteiligter Teil, erheblich verbessern. Das gesamte politische Konzept von Hugo Chavez wird in Anlehnung an den Befreier Venezuelas, Simon Bolivar, als Bolivarischer Prozess bezeichnet.

Als Hugo Chavez 2013 starb, wurde dieses Konzept von seinem Nachfolger Nicolas Maduro übernommen. Inzwischen ist Venezuela durch äußere Einflüsse und durch ungelöste innere Widersprüche wieder in eine tiefe politische Krise und massive wirtschaftliche Probleme abgestürzt. Die meisten Kenner des Landes und politischen Analysten halten das Projekt des Bolivarischen Prozesses für gescheitert.      Weiterlesen 

 

Meldungen

Villa wird heute 50 Jahre alt

Am 11. Mai 1971 haben 2300 arme Familien ihr notdürftiges Hüttendorf im Süden von Lima zur Stadt ernannt. Daraus wurde in 50 Jahren eine Großstadt mit über 500.000 Einwohnern. Ein fröhlich ausgelassenes Geburtstagsfest gibt es heute aber nicht. Wenn trotz der Corona-Pandemie gefeiert wird, dann vor allem in den sozialen Medien.

Zoom into Villa El Salvador

Im Rahmen seiner digitalen Reihe “Zoom into …” erkundigte sich das städtische Kulturamt zuletzt nach der aktuellen Lage in Tübingens peruanischer Partnerstadt Villa El Salvador. Wer den Termin verpasst hat, kann das aufgezeichnete Video-Gespräch jetzt nachhören.

Ein herzliches Dankeschön

Wir hatten uns schon einiges erhofft für unsere notleidenden Partnerprojekte in Villa El Salvador, aber mit solcher Hilfsbereitschaft hatte niemand gerechnet: Dank der enormen Spendenbereitschaft konnten wir im Corona-Jahr 2020 über 50.000 Euro nach Villa überweisen.

Gleich zwei Mal im Fokus

Unsere Beziehungen zu Villa El Salvador sind dieser Tage gleich zwei Mal in den Fokus der Freiburger “Infostelle Peru” geraten – mit der “Geschichte einer langen Freundschaft” und mit dem Buchprojekt “Spätzle trifft Quinoa”.

Impfstoff aus China

Früher als erwartet, traf am 7. Februar eine erste Ladung Covid-Imstoff in Peru ein. Die 300.000 Dosen aus China sollen zunächst das medizinische Personal in den Krankenhäusern vor dem Virus schützen.

Endlich wieder da: Spätzle & Quinoa

Die ersten 1000 Exemplare gingen schneller weg, als es sich die Kochgruppe im “Hirsch” erträumt hatte. Jetzt gibt es ihr “solidarisches Kochbuch” wieder – bunt, kreativ, informativ und druckfrisch in dritter Auflage.